Trading-Update: Psyche

7. November 2012

Obwohl ich an meiner Kernmethode festhalte lasse ich mir die eine oder andere Idee von Zeit zu Zeit durch den Kopf gehen.

Eine von diesen setzte ich vor kurzem real um,fundamental starke Aktien die am 52-Wochen Hoch notieren,um von einem Ausbruch über dieses zu profitieren, indem ich über selbiges Stopp-Buy Orders plazierte.

Nachdem die Kurse diesen „Wiederstand“ überschritten und meine Orders getriggert (ausgelöst) wurden fielen die Kurse wie ein Stein im Wasser,d.h. zum Teil mit Gaps (Kurslücken).

So kam es daß ich bei diesen handvoll Trades 10% meines Kapitals verlor anstatt meiner anvisierten 5%,im Falle daß alles Stricke reißen.

Jeder der mit Eigenkapital handelt wird früher oder später mit Gefühlen des Verlusts konfrontiert.Auch mich ließ dies nicht kalt,dennoch bei weitem nicht so sehr wie noch vor paar Jahren.

Daraufhin beobachtete ich den Markt und bestimmte Aktien,notierte meine Ideen und machte sporadisch Papertrading.

Daraus resultierte Zuversicht in meine Grundmethode,ich handelte nach dieser und habe gerade so meinen Verlust wieder glattgestellt (bereinigt).

Dies hat mich des weiteren bestärkt in meiner Psyche ohne „Brimborium“am Markt agieren zu können und eine weitere Idee real umzusetzen,ein e-book indem ich meine Methode,aufs wesentliche beschränkt,beschreibe.

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Trading-Update

10. März 2012

Im Prinzip halte ich mich nach wie vor an mein „Value-Trading“,meine Performance bestätigt mich dabei.
Gelegentlich überdenke ich manches bzw. passe gewisse Dinge an.

Ungehebelt bzw. Direktinvest statt Derivat:
CFD`s habe ich seit längerem auf „Eis“ gelegt,einerseits wegen der (negativen) Hebelwirkung,andererseits des nicht verfügbaren Underlyings.

Broker&Aktien:
Nach wie vor bei flatex,auch wegen deutscher Einlagensicherung.Denke zwar über Einzelaktien-Shortselling nach (IB bzw. Cap),aktuell (noch) kein Thema.
Pro: Gebühren,Performancesteigerung/Hedging.
Kontra: Einlagensicherung Ausland.
Nach wie vor US-Aktien.

Value-Trading&Screening:
Nur Aktien mit Fundamentaler Basis.
Statt meine Aktien-Listen (wöchentlich) in stock2own durchzugehen bin ich dazu übergegangen diese zuerst über FINVIZ auszufiltern,nach Value-Kriterien + Timing (Umkehrsignale/Candles.Danach vergleichen des Wertes und Marktpreis.
Pro:Wesentlich geringerer Zeitaufwand.Täglicher Aufwand +-15 Minuten.
Kontra:Der eine oder andere Wert nicht verfügbar.

Entry&Exit:
Einstieg per Stop-Buy Order,allerdings mit Stop-Limit.
Pro:Die Gefahr eines Aufwärts-Gaps und dadurch wesentlich höher „eingestoppt“ zu werden wesentlich gemildert.
Kontra::Keine Ausführung des einen oder anderen Trades.

Stopps:
Derzeit setzte ich meine Stopps (Entry&Exit) nicht mehr anhand der Volatilität,sondern:
Entry:Über Tageshoch (letzter Handelstag).
Exit: Meine Stopp-Losses setzte ich nun generell im Abstand von 5%.
Pro: Meineserachtens genügend „Luft“ und trotzdem bei Verlust nicht zu viel riskiert.Falls verfügbar Trailingstopp,ansonsten manuell.Über Tageshoch statt Vola früherer Einstieg in eine Bewegung.
Kontra:Erreichen des Break-Even dauert länger,bei volatilem Markt Risiko Entry ohne Long-Bewegung erhöht.

Positionsgröße:
Die Positionsgröße habe ich je Aktie verdoppelt,diese werde ich je nach Gesamtgewinn (Depot)vergrößern (ggf.verringern).
Pro: Nach Abzug der Kosten (Ordergebühren&Steuer) bleibt mehr Reingewinn.
Kontra: Höheres Minus bei Verlusttrades.

Positionen:
Diese habe ich auf maximal 5 begrenzt,es sei denn eine befindet sich (geschützt durch Stopp) im Geld,gebe ich eine weitere Order auf.
Pro: Besser weniger Positionen und diese aufgestockt (Positionsgröße) zwecks „Schlagkraft“.
Kontra: Weniger „Chancen“ bei volatilem Markt daß sich der Kurs wie gewünscht entwickelt.

Diversifikation:
Ich achte darauf daß ich je Chance nur eine Aktie des selben Sektors auswähle.
Pro: Hedging des Depots.
Kontra: Die eine oder andere Chance verpasst.

Hedging:
Nach wie vor „nur“ Long-Trades.Laufen meine Positionen nicht oder langsam,oder bin ich von einer Korrektur des S&P überzeugt setzte ich eine Stop-Buy Order mit einem S&P500-Short ETF.
Pro:Bei fallendem Gesamtmarkt Absicherung der Positionen,bzw. Gewinn bei fallendem Kurs.
Kontra: Bei volatilem Markt Verlust.

Variation:
Bin ich von einer Aktie aufgrund des Charts nicht mehr überzeugt,bzw. läuft diese nicht oder ins Minus,dann schließe ich die Position manuell statt mit 5% ausgestoppt zu werden.
Pro: Performancesteigerung des Depots.
Kontra: Chance einer Erholung nach Korrektur nicht gegeben.

Bin ich aufgrund des Timings überzeugt,Aktie jedoch vom Preis zu hoch setzte ich trotzdem öfter eine Kauf-Order.
Da Value ebenfalls spekulativ (geschätzt) bzw. Value-Investoren in einer Preis-Range anfangen zu investieren.

Handelsjournal:
Führe ich derzeit nicht mehr.
Pro: Kein Mehrwert,weniger Zeitaufwand.
Kontra: Analysen

Bücher,Seminare&Messen etc.:
Stark reduziert auf ein Minimum.
Pro: Kein Mehrwert.
Kontra: Die eine oder andere Idee.

Investorenlegende Warren Buffett

Value At Risk

16. November 2010

Anlagerisiko von Aktien

„Wir suchen Aktien,die andere Leute hassen“

My Watchlist

14. März 2010

Watchlist1

Watchlist2

Der Wert eines Unternehmens

Anhand der Fundamentaldaten ein gutes bzw. im Kern gesundes Unternehmen zu finden bei dem die wichtigsten Kennzahlen über mehrere Jahre mindestens 10% betragen.

Diese Daten sind:Kapitalrendite,Eigenkapital,Gewinn je Aktie,Umsatz,Überschuß Cashbestand.

Anhand dieser Zahlen der letzten Jahre läßt sich solch ein gesundes Unternehmen analysieren wo es in 10 Jahren  etwa stehen wird wenn man von einem moderaten Wachstum von 10% ausgeht.

Geht man von dieser Zahl nun zurück dann läßt sich bestimmen welchen Wert dieses Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt hat.

Mit dem Kauf der Aktie warte ich dann so lange bis der Preis an der Börse bei mindestens 50% unter Wert gefallen ist.


Die MOS

Weshalb warten bis der Preis mindestens 50% unter Wert notiert ?

Einerseits um einen ausreichenen Puffer zu haben falls ich mit diesem Unternehmen trotz allem falsch liege,dies nennt sich MOS (Margin Of Safety/Sicherheitspolster).

Und nicht zuletzt wegen der Performance bzw. dem Wertzuwachs.Dazu folgendes:

Wenn ich in etwas investiere das Qualität hat und bezahle dafür die Hälfte des Wertes dann mache ich Gewinn.

Mit Aktien verhält es sich ebenso.Meine Erfahrung zeigt daß Aktien von guten Unternehmen die unter oder über ihrem Wert gehandelt werden nach früher oder später zu ihrem Buchwert/inneren Wert tendieren.

Angenommen die Aktie des Unternehmens X hat einen Wert von 50 Euro. und kostet aktuell nur 25 Euro.Steigt nun diese Aktie von 25 Euro auf ihren Wert von 50 Euro so hat sie eine Performance von 100%.


Die Analyse

Hört sich kompliziert an,ist es aber nicht.Diese Berechnung ist kein Hexenwerk,jedoch gibt es auch hierfür Tools.Meine bevorzugte Seite dafür ist stock2own.

Hier wähle ich im „Stock Analyzer“ das Kürzel für das Land der jeweiligen Aktie,im unteren Beispiel ist es ein US-Unternehmen.

Im nächsten Feld dann das Symbol des Unternehmens (in den USA kennt man keine WKN/Wertpapierkennummer).

Falls man das Symbol der Aktie nicht weiß einfach unter „Symbol Lookup“ den Namen des Unternehmens eingeben.

Dieses Unternehmen heißt Cognizant und hat das Kürzel CTSH.

Also gebe ich CTSH ein und klicke auf „Analyze“.Nun bekomme ich einige Daten des Unternehmens,auf der linken Seite nun diese wichtigen „Growth Rates (Wachstumszahlen).

In diesem Beispiel sehen diese folgendermaßen aus:

Interpretation

Sehen sie sich nun die Zahlen des Unternehmens der letzten Jahre an.Erinnern sie sich daß diese bei einem guten Unternehmen mindestens 10% pro Jahr betragen.

Mein erster Blick geht auf das ROIC (Return On Investment/Kapitalrendite).

Diese lag im letzten jahr bei knapp 23%,sehr gut.

Das Eigenkapital (Equity) lag über 10 Jahre weit über 10% und ist noch immer bei knapp 32,5%,sehr gut.

Das EPS (Gewinn je Aktie) ging zwar leicht zurück,liegt aber noch immer bei über 23%,sehr gut.

Der Umsatz und der Cashbestand sind ebenfalls hervorragend.


Wert&Preis

Links neben dieser Tabelle sehe ich nun folgendes:

Value (Sticker) Price
10yr Mod.: 117.47
10yr MOS : 58.73
Mkt. Price: 50.67.Price


stock2own bezieht für die Berechnung die Unternehmensdaten von Yahoo Finance.

Wächst dieses Unternehmen anhand dieser Daten die nächsten Jahre moderat weiter,so hat das Unternehmen einen derzeitigen Wert von 117,47 Dollar.Da ich mindestes 50% unter Wert kaufe beträgt die MOS die Hälfte,also 58,73 Dollar.

Der aktuelle Marktpreis der Börse: 50,67 Dollar !!! (Mkt.Price),sogar noch unter 50% des Wertes,hervorragend.


Der Einstieg

Normalerweise würde ich jetzt zu diesem Preis einsteigen.Normalerweise ?

Angenommen ich habe einen Betrag X zur Verfügung und ein paar Unternehmen dieser Art auf meiner Watchlist.Nun kann es sein daß z.B. zwei derzeit unter Wert notieren aber eine bereits anfängt zu steigen während die andere länger unter Wert verbleibt.

Hierfür habe ich mir bei stock2own verschiedene Watchlisten angelegt und habe dazu Indikatoren als Signalgeber dazugeschaltet.

Bei den aktuellen Aktien deren MOS-Preis erreicht ist schaue ich ob das Signal dahinter auf Buy steht oder noch auf Almost Buy oder Sell,bei Buy steige ich ein.

Die Kauforder wickle ich über einen günstigen Onlinebroker ab und verwende nach Möglichkeit immer die sogenannte OTC (Over The Counter),also den außerbörslichen Direkthandel.

Die Gebühren sind zwar etwas höher jedoch erfolgt die sofortige Orderausführung.


Stockpiling

Natürlich kann jede Aktien auch wenn sie schon 50% unter ihrem Wert notiert noch weiter fallen.Wenn dies der Fall ist nachdem ich eingestiegen bin dann kaufe ich diese nach Möglichkeit nach,dies nennt man Stockpiling.Dadurch sinkt nochmal mein Durchschnittspreis den ich für die Aktie bezahle und die Gewinnrendite steigt dementsprechend.


Das Screening

Auf diese Art und Weise überprüfe ich alle Aktien die ich interessant finde auf ihre Kennzahlen.Wie finde ich geignete Aktien ?

Dazu mache ich mir immer wieder die Mühe und gehe die Listen verschiedener Finanzseiten durch nach Branchen etc.wie z.B. Finanzen.net,Google Finance.

Gerne nutze ich auch den Screener von FINVIZ.


Börse-Markt der Gelegenheiten

Ich habe gelernt die Börse als Markt der Gelegenheiten zu sehen.

Wobei ich es begrüße daß die Institutionellen Marktteilnehmer,sowohl die Fundamentalorientierten die auf Long spekulieren und die Hedgefonds die dazu Leerverkäufe tätigen die Kurse beeinflussen.Weshalb ?

Gäbe es nur die Fundamentalisten wäre es äußerst schwer unterbewertete Aktien zu finden.Haben diese Gewinne eingefahren und beginnen mit Verkäufen so bringen sie nicht selten einen Abwärtstrend in Gang.

Die Hedgefonds wiederum steigen durch Shorten in diesen Trend ein und drücken somit die Kurse zum Teil so weit nach unten daß diese für Fundamentalisten zu einem attraktiven Preis gehandelt werden.Dazu noch ein letzter wichtiger Satz:

Der Preis einer Sache entspricht nicht immer seinem Wert !

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