Von Kevin J. Davey

Eine weitere Hürde auf dem Weg zu meinem Tradingerfolg habe ich gemeistert,indem ich einige der Prinzipien von Ken Long umgesetzt habe.Er hat folgendes im Bereich der Entscheidungsfindung herausgefunden:
Beim Militär gibt es den Ausdruck „Führung und Kontrolle“,um zu beschreiben,wie laufenden Operationen gemanaged werden.Eines der wichtigsten Konzepte hierbei ist,die der „Bandbreite der Kontrolle“ bzw. welchen Einfluss habe ich überhaupt auf die Situation?
Die Bandbreite der Kontrolle beschreibt,wie viele simultan und nachfolgende Operationen man erfolgreich bewältigen kann – und das auf der Grundlage des Drucks,des Stresses und der Unbestimmheit,die in der gegebenen Situation zugrunde liegen.Wenn Sie in der Lage sind,möglichst viele Dinge selbst zu konrollieren,dann ist es relativ einfach für Sie,all die wichtigen Signale und Hinweise aus Ihrer unmittelbaren Umgebung zu bemerken.In der Folge können Sie die Hinweise auch richtig deuten und so gute Entscheidungen treffen,die zu guten Ergebnissen führZu ven.In solchen Situationen sind Sie auf die wirklich wichtigen Dingen fokussiert und verzetteln sich nicht.

Zu viele Bälle in der Luft

Wenn Sie jedoch nur wenig Kontrolle oder Einfluss ausüben können,dann geht es Ihnen wie einem Jongleur,der zu viele Bälle auf einmal in der Luft hat,mehr als er kontollieren kann!Er kann vielleicht mit drei oder vier Bällen gleichzeitig umgehen,jedoch nicht mit fünf oder sechs – hier stößt er an die Grenzen seiner Aufmerksamkeits-und Konzentrationsspanne.Mehr „Bälle“ ins Spiel oder in die Luft zu bringen,deutet somit eine Verletzung der Bandbreite der Kontrolle an,zu der diese Person fähig ist.Stößt man an eine solche Grenze,dann sind Verluste die Folge oder wie in unserem Beispiel: Die Bälle können nicht mehr in der Luft gehalten werden und fallen zu Boden.

Die Bandbreite der Kontrolle bei Tradern

Was ein Trader kontrollieren kann,steht in einem Zusammenhang damit,wieviele offene Positionen er effektiv managen kann – ohne ein Gefühl der Überlastung zu verspüren.Es ist nicht einfach gute Entscheidungen zu treffen,gerade wenn man unter Druck oder Stress steht,verliert man schnell die Kontrolle oder den Überblick.Es ist für Trader enorm wichtig den Effekt Ihre Kontrollmöglichkeiten auf Ihre Performance zu verstehen und anzuerkennen.In bestimmten Situationen kann schon das Managen von mehreren offenen Positionen die Fähigkeit eines Traders zur Kontrolle einschränken.
In anderen Fällen besteht der limitierende Faktor aus dem zur Verfügung stehenden Tradingkapital.

Ein Trader hat möglicherweise kein Problem damit,die Regeln seines eigenen Tradingsystems zu befolgen,wenn er jeden Trade einzeln ausführen kann.Doch wenn er mehrere Trades simultan ausführen muss,kann er in Schwierigkeiten kommen.Es liegt sicherlich nicht an der nötigen Disziplin,sondern das Problem ist eher psychologischer Natur – der Trader ist mit der Komplexität der Aufgabe schlichtweg überfordert,er will einfach zu viel gleichzeitig tun.Doch wie kann man die Bandbereite seiner eigenen Kontrollmöglichkeiten erhöhen,um auch komplexe Aufgabe nahezu zeitgleich ausführen zu können?

Hier ist die Antwort:
10 Wege zur Steigerung der Bandbreite der eigenen Kontrolle
1.Vereinfachen Sie Ihre Tradingregeln
2.Spielen Sie alle Eventualitäten durch
3.Benutzen Sie Trailingstopps,um Ihre offenen Positionen abzusichern
4.Traden Sie nur Märkte bzw. Titel mit denen Sie vertraut sind
5.Identifizieren Sie was die Märkte an diesem Tag genau antreibt bzw. in den Keller schickt
6.Steigern Sie die Geschwindigkeit Ihrer Orderausführung
7.Automatisieren Sie Ihre Informationsbeschaffung
8.Verkürzen Sie die Zeit zur Entscheidungsfindung
9.Lernen Sie zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden und blenden Sie die unwichtigen Informationen umgehend aus
10.Beobachten Sie genau was an den Märkten und um Sie herum vor sich geht.

Quelle: Traders-Journal.de
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Einstiegsstrategie

12. Februar 2012

Von D.R.Barton,Jr.

Wir befassen uns heute mit dem rich­tigen Einstieg in eine Position.
Für mich gibt es bei der Entwicklung von Han­delssystemen eine ganz bestimmte Einstiegstrategie,die mir weit mehr Geld gebracht hat,als all die anderen Einstiegsstrategien.Ich liebe sie,denn sie ist sehr einfach und dabei auch noch sehr effektiv.
Auf die Richtung kommt es an.
Das Konzept,um den Vorteil einer gu­ten Einstiegsstrategie zu steigern, bein­haltet die Notwendigkeit,dass sich der Markt eine gewisse Zeit in die Richtung bewegt,in die Sie traden wollen – und zwar bevor Sie einsteigen. Einige Leser denken jetzt bestimmt,dies ist viel zu simpel,um nützlich zu sein.Wie auch immer,meine Nachforschungen und die praktische Anwendung dieser Metho­de haben gezeigt,dass sie funktioniert.
Hierzu nun ein Bespiel:
Van Tharp hat die Resultate einer Studie veröffentlicht,die auf diesem Konzept aus unserem Buch „Safe Strategies for Financial Freedom“ aufbauen.Dazu hat Van eine Serie von Trades unter die Lupe genommen, die der Trader Steve Sjugge­rud als Investments für den „Oxford Club“ getätigt hat,nur unter Anwendung die­ses Konzepts.
Den Gewinn steigern
Wir haben die Tradingstrategie von Ste­ve Sjuggerud nachvollzogen und prak­tisch angewendet.
Wir haben genauso getradet wie Steve und die Strategie um keine anderen Kriterien erweitert.Zuerst tradeten wir wie Steve ohne die Anwen­dung der simplen Einstiegstrategie und das Ergebnis war erstaunlich gut,denn wir erzielten einen 2,5 mal höherer Gewinn als unser maximales Risiko von 2,5R.Als Van dann die Bedingungen für den Einstieg in eine Position veränderte (die simple Einstiegsstrategie wurde in das System integriert – die Kurse muss­ten einen Monat lang kontinuierlich stei­gen),steigen die Resultat dramatisch an.Statt eines Gewinn von 2,5 R kletterten die Profite auf 6,4R!
Diese simple einstiegsstrategie war so zwingend,dass wir sie als eine der „Sechs Schlüssel für den Investmenterfolg“ in einem unserer Bücher präsentierten.
Mein guter Freund und Weggefährte in der Systementwicklung,Chuck LeBeau,war schon immer ein großer Fan dieser einfachen Strategie.Bei vielen Anlässen hat mir Chuck geholfen,Tradingstrate­gien zu verbessern. Dieses Art des Ein­stiegs funktioniert nicht nur bei lang­fristig ausgerichteten Trades,sondern auch bei Trades,die einen kurzfristigen Zeitrahmen verwenden.Wir haben die Methode zudem in ein Daytrading­system integriert – wir nennen es die „10­Minuten­Trader­Strategie“,und in unserem „Safe Strategies“­Buch wird sie genau beschrieben.Dieses System produziert zumeist hervorragende Er­gebnisse.Dabei ist es aber auch wich­tig,eine Bestätigung der Richtung,die die Kurse nehmen,abzuwarten.Zudem müssen auch die Stops ein wenig weiter von dem Einstiegskurs gesetzt werden,als dies normalerweise der Fall ist.Ich hoffe,sie probieren den Ansatz einmal aus und können diese einfache Strategie bei ihren Investment­ und Tradingvorha­ben gewinnbringend nutzen.
In diesem Zusammenhang erreichte mich auch die Frage eines Lesers,wie man einen „per­fekten“ Trade plant.
Die planung eines perfekten Trades
Die Einstellung des Lesers war darauf ausgerichtet,immer den perfekten Tra­de zu planen.
Er versuchte dieses Kon­zept ständig anzuwenden,und zwar auf jedes Element seines Tradingprozesses.
Ich denke,dass die Einstellung dieses Traders nicht sehr nützlich ist,denn das Ziel „Geld zu machen“ steht oft in einem Konflikt mit dem Ziel,einen perfekten Trade zu planen und so steigt man manchmal zu früh aus einer Position aus,nur um im Nachhinein zu erkennen,dass sich der Trade genauso entwickelt hätte,wie man es geplant hat.Wichtig ist zu erkennen,dass es in Wahrheit keinen „perfekten Trade“ gibt,denn Trading ist kein Endgebnis,sondern ein Prozess und man muss anhand objek­tiver Kriterien den Ausstiegspunkt aus einem Trade ermitteln.
Dieser Prozess kann anhand von Statistiken beschrie­ben und  verbessert werden.Doch letzendlich geht es beim Trading um Erwartungswerte und Wahrscheinlich­keiten,und diese kann man nicht in Per­fektion vorausplanen,sich also zu 100% sicher sein,dass alles so läuft wie berechnet.Das einzige was man zu 100% erreichen kann,ist effizient zu traden.
Das bedeutet nichts anderes,als den ei­genen Regeln zu folgen,denn nur dann kann ein System die Erwartungswerte,die es produzieren soll,auch erreichen.Daher sollte man sich von dem Konzept des „perfekten“ Trades verabschieden,bevor es einen viel Geld kostet.

Quelle: Traders-Journal.de
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Trading-Vorbereitung

28. Januar 2012

von R.J. Hixson

Ich zeige Ihnen in dieser Kolumne einige Punkte,die in unserem Institut zur Optimierung von Tradingvorbereitungen eingesetzt werden und die für alle Trader äußerst nützlich sind.Wir haben 15 verschiedene Maßnahmen zusammengestellt,die alle Seminarteilnehmer täglich ausführen müssen. Einige dieser Aktivitäten sind speziell für bestimmte Workshops konzipiert.Ich glaube jedoch,dass die meisten der unten aufgeführten Maßnahmen für sämtliche Tradingansätze anwendbar sind.

Maßnahmen zur Tradingvorbereitung und deren Nutzen 

1.Die Auswertung der Resultate eines Tradingplans muss täglich überprüft werden.Man lernt dadurch,wertvolle Informationen herauszufiltern und diese sinnvoll für das eigene Trading zu nutzen.

2.Es müssen verschiedene TradingSzenarien und die dazugehörigen Strategien für mögliche Gaps,die sich in der Eröffnung zeigen,entwickelt werden – und zwar für steigende und fallende Märkte.

3.Es müssen für jede Position die Einstiegpreise festgelegt werden und auf dem Chart Unterstützungen so wie Widerstände identifiziert werden.Dadurch erkennt man leichter,auf welchem Level eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht,dass sich die Märkte konstant in eine Richtung bewegen.

4.Trading-Chancen müssen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Time-Frames gesucht und beleuchtet werden.Dadurch findet man schon im Vorfeld mögliche profitable Trades und schließt diejenigen Tradingoptionen aus,die ein ungenügendes Chance-Risiko-Verhältnis aufzeigen.

5.Bei einem mechanischen Handelsansatz müssen die Tradingoptionen nach einem bestimmten „TurboMuster“ gefiltert werden.Dies soll Trader in die Lage versetzen,schon identifizierte Tradingchancen sehr schnell (auf kurzfristiger Basis) umzusetzen.

6.Es müssen im Rahmen des Risikomanagements Gelegenheiten geprüft werden,die eine Erhöhung der Positionsgröße ermöglichen und rechtfertigen.Dies versetzt einen in die Lage,die Tradingresultate dramatisch zu verbessern.

7.Zweckmäßige und erprobte Strategien zur Bestimmung der Positionsgröße für den Intraday-Handel müssen angewendet werden. Dadurch lernt man sein Geld so zu managen,dass man eine Vielzahl an Trades an einem Tag eingehen kann.

8.Der Markt muss in einem 30 Minuten Time-Frame analysiert werden,während sich der Handel kurz nach Eröffnung zu entwickeln beginnt.Dadurch können wiederkehrende Muster entdeckt werden,die mit dem Marktgeschehen an diesem Tag eng in Zusammenhang stehen.

9.Es müssen so genannte „kontinuierliche“ Trades entwickelt werden.Das bedeutet,man muss bestimmte Intraday-Trades identifizieren,die genug Potenzial besitzen,um über Nacht gehalten zu werden.

10.Man muss Statistiken über Gaps nutzen,um für diejenigen Titel,die man über Nacht halten will,die passende Positionsgröße zu bestimmen.Dieses Vorgehen führt dazu,dass man Gaps als ein „signifikantes“ Risiko versteht,das analysiert werden muss.Je nach Ergebnis der Analyse muss im Nachgang die Positionsgröße angepasst werden,damit das Risiko entsprechend berücksichtigt wird.

11.Jeden Tag müssen sämtliche Trades und auch die Tradingchancen,die man nicht eingegangen ist (egal aus welchen Gründen) analysiert werden.Dadurch erkennt man den Unterschied zwischen einer „reinen“ Idee für einen Trade und einem tatsächlich eingegangenem Trade mit seinem entsprechenden Resultat.

12.Man muss sich täglich mit seiner psychologischen Verfassung beim Trading auseinandersetzen und diese am Abend eingehend analysieren.Nur so bemerkt man,welchen enormen Einfluss psychologische Komponenten auf die eigenen Tradingresultate haben.

13.In Zusammenhang mit Punkt 12 muss man lernen,seine psychologische Verfassung während des Tages zu kontrollieren und zu steuern.Man bemerkt dadurch,welchen Schwankungen die Verfassung im Laufe eines Tages unterlegen ist,und kann bei Bedarf entsprechend gegensteuern.

14.Es muss darauf geachtet werden,dass man Situationen wahrnimmt,aus denen man etwas lernen kann – damit man die eigene Performance beständig verbessern kann.

15.Man muss das Marktumfeld aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.Dazu gehört auch, erfahrende Trader um ihre  Einschätzung der augenblicklichen Situation zu fragen.Dadurch kann man eine neue Perspektive einnehmen und möglicherweise bessere Entscheidungen treffen,die zu höheren Profiten führen.

Fazit:

Mittlerweile wende ich sämtliche Maßnahmen dieser Auflistung täglich an und sie haben meine Resultate beim Trading enorm verbessert.Daher möchte ich die Leser dieser Kolumne dazu ermutigen,die eine oder andere Maßnahme einmal selbst auszuprobieren und davon zu profitieren.

Quelle: Traders-Journal.de

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von D.R. Barton, Jr
Saisonbedingte Trends: Wie der Januar-effekt den Dezember beeinflusst
Anfang Dezember kreisen die Gedanken der meisten Leute bestimmt schon um Weihnachten und die damit verbundenen Urlaubstage.Auch werden wir zum Endes des Kalenderjahres daran erinnert,unsere Steuererklärungen fertigzustellen.Genauso wie uns,geht es auch vielen Unternehmen.Sie müssen ihre Vermögenswerte neu berechnen,Abschreibungen vornehmen etc.All dieses Aktivitäten rufen uns saisonale Effekte  ins Gedächnis zurück,die seit Jahren schon Bestand haben.Lassen sie uns daher einige dieser Trends näher unter die Lupe nehmen,denn sie sind bei der Planung von Trading- und Investmentaktivitäten in den kommenden Wochen sehr nützlich und hilfreich.Wir betrachten zunächst einige Dinge,die im Dezember immer wieder auftreten,werfen einen Blick auf US PräsidentenWahlzyklus und beleuchten zum Schluss den sogenannten „Januar Effekt.”
Dezember: Historisch betrachtet ein guter monat um investiert zu sein
In der Vergangenheit war der Dezember einer der Monate,in denen die Märkte am stärksten performten.Über das Jahr betrachtet war der Dezember entweder an Nummer 1 oder Nummer 2.Ich habe dazu folgenden Fakten gefunden,die die hervorragende Performance der Indizes im Dezember untermauern:Die Börsen verzeichneten seit 1950 bis zum Jahr 2010 insgsamt in 46 Dezember-Monaten Gewinne.Im Durchschnitt stieg der S&P 500 Index im Dezember um 1,5 Prozent.Auch der Zyklus zur Präsidentenwahl liefert einen bemerkenswerten Fakt.Im dritten Jahr einer Präsidentschaft wurden im Dezember immer Gewinne verbucht,und das seit der „Großen Depression” – 19 Zyklen in Folge!
Der Januar effekt
Traditionell beschreibt der Januar Effekt ein anhaltendes Phänomen,dass Aktien aus dem Small Cap-Bereich im Januar in den meisten Fällen besser laufen als Titel aus anderen Segmenten.Dieser Umstand ist einer der am besten dokumentierten saisonalen Tendenzen an den Börsen der USA.Hierzu die folgenden Zusammenfassung von Fakten,die aus Artikeln im Wall Street Journal,Forbes und Agora’s Money Morning stammen:
Researcher der Chicago Board Options Exchange (CBOE) haben herausgefunden,dass von 1980 bis zum Jahr 2006,die im Russell 2000-Index gelisteten Small Caps die Werte des S&P 500 sowie des Dow Jones outperformed haben.Der Russel 2000 verzeichnete dabei einen Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber 1,7 Prozent bzw. 1,6 Prozent bei den anderen beiden Indizes.Von 1927 bis 2004 schlugen im Januar Small Caps die „großen” Titel durchschnittlich um 2,5 Prozent,wie Recherchen der Universität von Kansas ergaben.Die Firma Ned Davis Research hat eine Liste von Aktien des Standard & Poor‘s 1500-stock Index veröffentlicht,nach der 10 Prozent der gelisteten Titel im Januar über ihren sonstigen Höchstständen tendierten.Der „Hirsch and Hirsch-Report” berichtet,dass Small Caps in 40 von 43 Jahren die Big Player (zwischen 1953 and 1995) übertrumpften!
So richtig bekannt wurde der Januar Effekt in den frühen 1990iger-Jahren und als mehr mehr Börsianer auf diesen Zug aufsprangen,wurde der Effekt um so stärker.Das Wall Street Journal berichte,dass im Jahr 1970 ein Portfolio von Small Caps die großen Titel im Januar sogar um 5,1 Prozent geschlagen hatte.
Auch heutzutage ist der Januar Effekt immer noch zu beobachten – doch in den letzen paar Jahren hat sich etwas bemerkenswertes ereignet.Der Effekt ist jetzt schon in den letzten zwei Wochen im Dezember zu beobachten! Wenn man den Russell 2000 small cap-Index mit dem Russell 1000 large cap-Index in den letzten zwei Wochen im Dezember miteinander vergleicht,dann fällt auf,dass der Russell 2000 weitaus besser abschneidet,als der Russel 1000.Daher beginnt auch der Hedge-Fonds Manager Nigam Arora seine Investmentstrategie für Small Caps (die eigentlich auf den Januar abzielt) bereits im Dezember aufzuführen.
Tradingmöglichkeiten
Glücklicherweise machen es Exchange Traded Funds (ETFs) auch dem kleinen Anleger leicht,die den Januar Effekt bereits im Dezmber für sich zu nutzen.Wenn Sie daher beispielsweise erwarten,dass der iShares Russel 2000 Index Trust (Symbol: IWM) die  Large Caps in den letzen beiden Wochen im Dezember outperformen wird,dann sollten Sie jetzt einsteigen und sich Anteile der entsprechenden ETFs in ihr Portfolio legen.Achten Sie jedoch genau auf ihr Risikomanagement,denn der Januar Effekt ist nicht garantiert.Er ist nur eine Möglichkeit für hohe Profite,wenn auch ein sehr gute!

Quelle: Traders-Journal.de
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Wer ist der bessere Anlegertyp ?

Von Van K.Tharp,Ph.D

John war über die Ereignisse geschockt,die ihm während einer 3-tägigen volatilen Marktphase passiert sind – seine Positionen hatte insgesamt 70% ihres Wertes verloren!
John war angesichts dieser Tatsache zwar angeschlagen,zeigte sich dennoch zuversichtlich den Verlust wieder aufzuholen.Nachdem er zuvor 200% plus gemacht hatte,zeigte sein Tradingkonto nach dem Rückschlag nur noch $4500 auf der Habenseite.So viel zu den Fakten.Was würden Sie John an diesem Punkt sagen,wenn er Sie um Rat fragen würde? Sie sollten ihm raten, ofort aus dem Markt rauszugehen und mit dem Traden aufzuhören,denn er hat nicht genug Geld für spekulative Trades und er versteht nichts von Risikomanagement!
John ist ein typisches Beispiel für den durchschnittlichen Marktteilnehmer.Leute wie John lauern geradezu auf die großen und spektakulären Trades.Sie denken,dass sie $5000 oder $10000 in weniger als einem Jahr in 1 Million Dollar verwandeln können.Solch ein Kunststück ist zwar möglich,jedoch sehr unwahrscheinlich.Die Chancen pleite zu gehen,steigen mit diesem Denkansatz enorm an. „Natürliche“ Intelligenz scheint Tradern beim Umgang mit Strategien zur Bestimmung von Positionsgrößen nicht zu helfen,aber gerade diese Strategien sind für den Erfolg beim Trading unerlässlich.
Ein Trading-Experiment
Die meisten Menschen denken,dass Leute mit einem Doktortitel schlau sind.Ein hohes Maß an Intelligenz ist jedoch nicht ausschlaggebend für den Tradingerfolg.
Um diese Annahme zu beweisen,wurde ein Experiment mit 40 Doktoren durchgeführt.
Um teilzunehmen,mussten diese Personen über Fachwissen im Bereich Statistik oder Trading verfügen. Jeder Teilnehmer sollte ein Computerspiel durchführen,bei dem sie $10000 und 100 Versuche zur Verfügung hatten.Das Spiel war so programmiert,dass in 60% der Versuche ein Gewinn erzielt wird. Wenn sie gewannen,dann gewannen sie dabei exakt die Höhe ihres gewählten Einsatzes (1R).
Wenn sie verloren,dann verloren sie exakt die Höhe ihres gewählten Einsatzes (-1R).
Überlegen Sie mal:
Sie gewinnen,dass was sie riskieren in 60% der Fälle und in 40% der Versuche verlieren sie ihren kompletten Einsatz.Dies nennt man ein System mit einem positiven Erwartungswert und ihre Gewinnchancen sind hier geradezu fantastisch im Vergleich zu den Spieltischen in den Casinos von Las Vegas.Wissen Sie wie viele von den Doktoren am Ende der 100 Versuche Geld gemacht haben?
Als die Ergebnisse dieser Studie präsentiert wurden,staunten alle nicht schlecht – denn nur zwei der Doktoren schafften es Geld zu machen!! Die restlichen 38 verloren Geld.Unglaublich!
95% der Doktoren verloren Geld mit einem Spiel,das darauf ausgelegt war,die Spieler gewinnen zu lassen.Wie also konnte so ein Ergebnis zustande kommen?
Strategien zur Bestimmung von Positionsgrößen und der Irrtum von Spielern
Nehmen wir einmal an,jemand beginnt dieses Spiel mit einem Startkapital von $10000 zu spielen und riskiert $1000 bei jedem Trade.Nehmen wir weiter an,dass die ersten drei Trades schief gehen und der Einsatz verloren geht.Drei Trades hintereinander zu verlieren,in einem Spiel bei dem man zu 60% gewinnt,ist natürlich möglich.
Jetzt hat der Teilnehmer noch $7000 zur Verfügung.
Er denkt „ich habe dreimal hintereinander verloren,daher werde ich jetzt aber gewinnen müssen.“
Doch mit dieser Denkweise ist er einem Irrtum aufgesessen,den die meisten Spieler begehen.
Er denkt,dass die Chance auf einen Gewinn sehr viel höher ist,nachdem man eine Reihe von Verlusten hinnehmen musste.Daher entscheidet sich der Teilnehmer beim vierten Trade $3000 zu riskieren,weil er sich so sicher ist jetzt zu gewinnen.Zudem ist die Wahrscheinlichkeit vier Trades in Folge zu verlieren gering.Genau dieser Fall tritt jedoch ein,und auch der vierte Trade geht verloren.Der Teilnehmer hat jetzt nur noch $4000 übrig und müsste nun einen Gewinn von 150% einfahren,nur um Break-even zu sein. Hinzu kommt,dass seine Chancen in diesem Spiel überhaupt Geld zu machen sehr gering geworden sind.Wenn der Teilnehmer diesen Ansatz zu Traden weiter verfolgt,wird er nach wenigen weiteren Versuchen pleite sein.
Wenn unser Trader John jetzt mit einem Startkapital von $10000 bei jedem Versuch $2500 riskiert,dann würden drei Verluste in Folge sein Tradingkonto auf $2500 schmelzen lassen.Zugleich hätte er nur noch einen Versuch zu Traden.Die Chance alles zu verlieren beträgt  bei diesem Spiel 40%.Zusätzlich müsste er nun 300% Profit machen um die Höhe seines Startkapitals wieder zu erreichen.
Da stehen die Chancen für eine Pleite sehr viel höher,als die Möglichkeit dieses Spiel doch noch mit einem Gewinn zu beenden.Kommen wir nochmal auf unser Trading-Experiment zurück.Fast alle der Teilnehmer riskierten zu viel von Ihrem Startkapital pro Trade.
Das übermäßige Risiko hatte psychologische Gründe: Gier,die Unfähigkeit Chancen zu kalkulieren und in einigen Fällen auch der Wunsch zu „Versagen.“ Vom rein mathematischen Standpunkt aus betrachtet machten sie Verluste,weil sie einfach zu viel riskierten.Wenn sie das Konzept zur Bestimmung von Positionsgrößen verstanden hätten,dann hätte sie auch viel besser in diesem Spiel abgeschnitten – selbst wenn einige psychologisch bedingte Probleme ihre Entscheidungen beeinflusst hätten.
Konzepte zur Bestimmung von Positionsgrößen
In einer Vorlesung erzählte Ed Seykota seinen Studenten,wenn man erst einmal den Erwartungswert seines Systems kennt,dann muss man sich als Trader die wichtigste Frage stellen,die es gibt: „Wie viel sollte ich investieren?“ Der Erwartungswert gibt an,wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns gegenüber der eines Verlusts bei jedem Trade ist.Mit dieser Information können sie ihre Ziele bestimmen und eine Position Sizing-Strategie entwickeln,die ihnen hilft ihre Ziele zu verwirklichen und zudem die Frage beantwortet „wie viel“? Meiner Meinung nach sind Position Sizing-Strategien der wichtigste und zugleich am wenigsten verstandene Teil eines jeden Tradingsystems.Die meisten Trader,sogar die meisten Profis,verstehen die Wichtigkeit dieses Konzepts nicht.Hierzu ein Beispiel: Ich habe einmal ein Seminar für Aktienhändler zu einer bestimmten Investmentmethode besucht.Das Seminar war fantastisch,jedoch wurde die Position Sizing-Methode überhaupt nicht angesprochen.Wie so oft wurde die Methode auch hier als eine Art von  „Moneymanagement“ behandelt.Das war für mich unbefriedigend,daher fragte ich den Referenten: „Was genau verstehen sie unter Moneymanagement?“ Seine Antwort: „Das ist eine sehr gute Frage.Ich denke es geht darum,wie jemand seine Trading-Entscheidungen trifft.“ Das war eine Antwort,die den Kern der Sache nicht trifft.
Daher verließen die teilnehmenden Aktienhändler das Seminar,ohne zu dem wichtigsten Punkt einer guten Investmentmethode etwas gelernt zu haben,nämlich zu wissen wie viel man bei jeder einzelnen Position riskieren sollte.
Quelle: Traders-Journal.de
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