Fünf Wege zur Verbesserung Ihrer Markt-Performance

16. Juni 2011

Von Van K. Tharp,Ph.D

Ich werde heute einige meiner grundlegenden Gedanken zum Thema Trading wiederholen.Auch wenn Sie ein erfahrener Trader sind,wird Sie dieses Material an einige wichtige Punkte im Zusammenhang mit dem Trading erinnern.Im großen Bild betrachtet,glaube ich,dass wir im Jahr 2000 in einen säkularen Bärenmarkt eingetreten sind.Historisch gesehen,halten solche Marktphasen durchschnittlich 15-20 Jahre an.Daher haben wir noch ein gutes Stück des Weges vor uns!
In einem säkularen Bärenmarkt zu sein bedeutet nicht,dass die Kurse in den 15-20 Jahren beständig sinken.Es bedeutet vielmehr,dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Aktienmarkt dazu tendiert,am Ende des Kreislaufs in den einstelligen Bereich zu sinken.Dazwischen gibt es viele Phasen in denen der Markt nach unten geht und viele Bärenmarkt-Rallys.Rallys in Bärenmärkten können zu den wirklich dramatischen Ereignissen an den Börsen zählen.Sehen Sie sich nur an,wie die Märkte seit März 2009 (prozentual gesehen) zurückgekommen sind.Die derzeitige Bullenmarkt-Rally nähert sich meiner Meinung nach bald dem Ende.Daher sind die folgenden Schritte umso wichtiger.
1.Investieren sie in den aktuellen Trend des Marktes.
Bevor Sie zu handeln beginnen,müssen Sie wissen was der Markt tut.Steigt oder fällt er? Sie sollten es vermeiden,eine große Longposition am Aktienmarkt einzugehen,bis Sie sicher sagen können,dass der Markt steigt.Doch wie können Sie das bestimmen?
Ersten,schauen Sie sich an was der S&P500 Index macht.Hier sind die 500 größten Unternehmen der USA gelistet.Um die Richtung des Marktes zu bestimmen,vergleichen Sie den Tagesschlusskurs von heute mit dem Durchschnitts-Schlusskurs der letzten 200 Tage (Gleitender Durchschnitt).
Solch einen Chart können Sie leicht bei Börseninformationsdiensten im Internet erstellen.Wenn die Aktienkurse über der 200-Tage-Line tendieren,dann legt der Markt im Allgemeinen über 2,6% jedes Jahr zu.
Wenn die Aktienkurse unter über der 200-Tage-Line tendieren,dann sinkt der Markt im Allgemeinen um 1,6% jedes Jahr.Ist es nicht besser,den Gleitenden Durchschnitt auf unserer Seite zu haben?
Im Augenblick haben wir ihn auf unserer Seite – aber vielleicht nicht mehr lange.
Falls Sie in den Jahren 2008-2009 von dem Bärenmarkt kalt erwischt wurden,gehen sie zurück und betrachten den 200-Tage Gleitenden Durchschnitt des S&P500 in diesem Zeitraum.
Die Betrachtung wird Ihnen helfen dem Markt fernzubleiben,wenn sich die Preise dem Gleitenden Durchschnitt nähern.
2.Gehen sie niemals eine Position ein,ohne vorher einen konkreten Ausstieg festzulegen.
Die meisten Leute gehen mit der Idee in eine Position,diese für eine längere Zeit zu halten.
Die Kapitalanlagen-Industrie unterstützt diese Vorgehensweise,indem sie die „buy and hold“ Strategie als den besten Ansatz für Investoren massiv propagiert.Ich hingegen denke,dass „buy and hold“ in säkularen Bärenmärkten den Anleger geradewegs ins Desaster führt.
Wenn Sie jetzt eine langfristige Anlage tätigen wollen,ohne festzulegen wann Sie wieder aussteigen, dann sollten Sie wenigstens einen 25% TrailingStop benutzen.Ein 25%  Trailing-Stop ist groß genug, um Trends nach oben mitzunehmen.Viel wichtiger jedoch ist,er schützt sie vor möglichen massiven Verlusten.
3.Eine einzelne Position sollte niemals mehr als 1% Ihres Tradingkapitals ausmachen.
Nehmen wir an, dass Sie über $25,000 als Tradingkapital verfügen.Basierend auf der 3. Regel,würden wir nicht mehr als 1% oder $250 in eine einzelne Position investieren.Wenn wir beispielsweise MSFT bei $25 kaufen würden und aussteigen wollen,wenn der Titel um 2 Dollar fällt,dann können wir 125 Aktien davon erwerben.Unser Gesamtrisiko für diese Position beträgt $250 und unser Risiko pro Aktie liegt bei $2.Wir teilen daher $250 durch $2 und kommen so auf 125 Aktien.
Hierzu ein weiteres Beispiel.Nehmen wir an,Sie wollen XOM bei $80 kaufen und Sie wenden dabei die Regel des 25% Trailing-Stops an.25% von $80 pro Aktie ist $20,daher sind sie bereit $20 Dollar pro Titel zu riskieren.Dies bedeutet,Sie müssen den Stop bei $60 setzen.
Ihr gesamtes Tradingkapital beträgt auch hier $25,000 und Sie wollen nur 1% der Summe bei dieser einzelnen Position riskieren.Daher nehmen Sie 1% des gesamten Tradingkapital ($250) und teilen dies durch das Risiko pro einzelne Aktie ($20).Dann kommen Sie auf 12 Aktien die Sie kaufen können (genau genommen 12,5 – aber in diesem Fall sollten Sie einfach abrunden).
Im ersten Beispiel lag das das Risiko pro Aktie bei $2 und wir konnten 125 Titel kaufen.Im zweiten Beispiel lag das Risiko pro Aktie bei $20 und wir konnten nur 12 Titel kaufen.
In beiden Fällen jedoch haben wir unser Marktrisiko mit demselben kleinen Summen limitiert,denn sollten die Titel nicht wie angenommen im Kurs steigen,dann würden wir trotzdem nur 1% unseres gesamten Tradingkapitals oder $250 pro Position verlieren.
Wenn Sie daher mehr als 1% Ihrer gesamten Tradingsumme pro Position riskieren,dann steigt auch das Risiko ihr Gesamtkapital zu verbrennen.Stellen Sie daher sicher,dass Sie immer über genug Kapital verfügen,um im Spiel zu bleiben – damit Sie stetig lernen und sich weiterentwickeln können.
4. Beobachten Sie sich selbst kontinuierlich und notieren Sie Ihre Verhaltensweisen und Ihre   Emotionen.
Sich seiner selbst bewusst zu sein ist der Schlüssel zur Verbesserung.
Ich habe einmal einen der weltbesten Trader gefragt, „Was ist Ihr Geheimnis um mit Ihren Emotionen und psychologisch bedingten Problemen umzugehen?“ Seine Antwort überraschte mich damals.Er sagte, „Ich bemerke einfach nur das ich emotional bin und dann trade ich mein System einfach weiter.“ Die meisten Leute erlauben Ihren Emotionen sie zu kontrollieren.Sie sind in Ihren Emotionen gefangen und realisieren nicht,was da eigentlich vor sich geht.Der oben genannte Trader jedoch war sich seiner Emotionen bewusst,als diese auftauchten. Achtsamkeit ist der Schlüssel zu jedem Prozess der persönlichen Veränderung.Leute die sich ihrer Emotionen und Gedanken nicht bewusst sind,sind Opfer ihrer eigenen sich wiederholenden Verhaltensweisen.
Sie sind psychologische „Roboter.“ Werden Sie sich bewusst,was in Ihrem Kopf vor sich geht.Machen Sie sich Aufzeichnungen zu ihren Trades und notieren Sie sich was sie gedacht und gefühlt haben,als Sie ein- und ausgestiegen sind.Halten Sie dabei nach Emotionen und Gedanken Ausschau,die auf mögliche destruktive Verhaltensmuster hinweisen.
5. Tragen Sie die Verantwortung für alles was Ihnen widerfährt.
Wenn die Märkte am Boden sind,machen die meisten Leute immer irgendjemanden oder irgendwas dafür verantwortlich.Beispielsweise wurden im Jahr 2009 Lehman Brothers,Bear Stearns,Goldman Sachs und andere Derivatehändler als die Verursacher der Finanzkrise und des Kursverfalls an den Märkten ausgemacht.Investoren beschuldigten ihre Broker,Fondsmanager und Analysten sie nicht rechtzeitig gewarnt zu haben und einige klagte sogar vor Gericht ihre entstandenen Verluste ein.
Doch ist es wirklich so einfach,immer äußeren Umständen die Schuld in die Schuhe zu schieben? Nein – ich denke viele Investoren und Anleger sind selber Schuld an ihrer eigenen Misere.
Sie riskierten einfach zu viel und hatten keinen Ausstiegspunkt für ihre Positionen festgelegt.Egal was Ihnen auch passiert,Sie müssen die komplette Verantwortung für Ihre Resultate selbst übernehmen.Dies ist der einzige Weg,wie Sie von den Märkten lernen können!
Quelle: Traders-Journal.de
Melden Sie sich kostenlos zum Traders-Journal an unter http://www.tradersjournal.de/

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