Sebsteinschätzung von Tradern

18. Februar 2010

von Van K. Tharp, Ph.D
Ich glaube das wichtigste was man machen kann um Rückschläge zu verkraften,ist an sich selbst zu arbeiten.Sich selbst wirklich zu verstehen und wie man denkt,kann einem einen Vorteil verschaffen,den andere Marktteilnehmer nicht haben.Als Teil meines Trainings stelle ich jedem Trader einige Fragen,die darauf abzielen,dass die Teilnehmer meiner Seminare zu einer guten Selbsteinschätzung gelangen.
Dabei bin ich der Auffassung,dass die 10 Fragen,die ich meinen Super Tradern gebe,nur ein Minimum der Arbeit an einem selbst sind,ein Anfang.
Mein Rat ist,sich mindestens eine Stunde mit jeder Frage zu beschäftigen – besser noch einen ganzen Tag lang.
Sich diesen Fragen zu stellen bedeutet,wirklich tief in sich zu gehen und die Antworten auf die sie stoßen,werden Ihnen eine Menge über die Struktur ihrer Glaubenssätze und Überzeugungen verraten.
Was sind die sieben psychologischen Schlüsselkomponenten die Sie brauchen?
Sagen Sie nicht „so etwas brauche ich nicht“,weil so eine Antwort zeigt,dass Sie sich dieser Faktoren absolut nicht bewusst sind.Im Grunde leben wir in einer Gesellschaft,in der wir darauf programmiert sind uns so zu fühlen,als wenn wir allein wären und getrennt von allen anderen leben würden.Wir sind darauf programmiert Regeln zu folgen,die andere Teilnehmer des Spiels für uns festgelegt haben.
Als Resultat davon machen die meisten Leute genau das Gegenteil von dem,was für den Erfolg notwendig ist.Wenn Sie sich dessen erst einmal bewusst werden,dann erkennen Sie auch sehr deutlich sämtliche Ihrer Muster, Überzeugungen und Gefühle an denen Sie arbeiten müssen, um Ihren Erfolg als Trader zu steigern.Hier sind einige Beispiele von Überzeugungen,die möglicherweise auf Sie zutreffen
* Ich habe wirklich ein Problem beim Traden mit meiner    Angst umzugehen.Ich möchte einen Trade machen,aber ich habe Angst zu handeln und so zögere ich zu lange.Diese Angst und das Zögern breiten sich zunehmend auch auf andere Lebensbereiche aus.Ich denke,ich habe wirklich Angst zu versagen.
* Ich habe einige interne Konflikte,mit denen ich zu kämpfen habe,wenn ich an meiner Selbsteinschätzung arbeite.Auf der einen Seite will ich wirklich an mir und meinen Fähigkeiten arbeiten,aber auf der anderen Seite will ich lieber andere Sachen machen,als mich mit mir selbst zu beschäftigen.
Die Arbeit mit mir selbst fühlt sich an,als ob ich einen Zahn gezogen bekomme.
* Ich habe keinerlei Disziplin.Manchmal entscheide ich mich einfach spontan zu traden.So mache ich dann meistens einige zufällig gewählte Trades oder kaufe ein Wertpapier das mir einfach gefällt.Und als Resultat davon,scheint keiner meiner Trades jemals richtig ausgearbeitet zu sein. (Beachten Sie:An diesem Punkt muss man noch weitere Fragen stellen:Wie sieht der Selektionsprozess der Wertpapiere vor einem Trade genau aus?
Was passiert,damit ich genau diesen Trade mache?
Begrenzen Sie Ihre Verluste und lassen Ihre Gewinne laufen?
Zwingt Sie ein bestimmtes Gefühl zu traden?)
* Ich mag es wirklich nicht,allein zu sein.Wenn ich Dinge mache die wichtig für den Tradingerfolg sind,wie beispielsweise mentale Arbeit,dann muss ich mich natürlich mit mir selbst beschäftigen und das stört mich bzw. dazu habe ich keine Lust.
Die vier Aussagen sind nur Beispiele,in denen Sie sich möglicherweise wieder erkennen.Doch was immer Sie auch herausfinden,durchleuchten Sie es gründlich!
Was geht da tatsächlich vor sich?
Welche Gefühle will ich nicht länger empfinden?
Wie lauten die verborgenen Überzeugungen?
Welche internen Konflikte existieren?
Wie lauten Ihre Grundüberzeugungen über die Börse?
Es ist wichtig sich daran zu erinnern,dass Sie nur ihre Überzeugungen über die Märkte traden können und nichts
anderes.
Von welchen Grundüberzeugen werden Sie geleitet?
Um wirklich zu verstehen,was Sie beim Trading leitet,sollten Sie so viele Überzeugungen auflisten,wie möglich.
10 Überzeugungen sind ein guter Beginn.
Um Ihnen bei diesem Prozess zu helfen,nenne ich Ihnen meine persönlichen 12 wichtigsten Überzeugungen über die Märkte.Einige von ihnen sind grundlegende Prinzipien,die ich in meinen Seminaren und Kursen lehre – andere passen einfach zu mir oder die Herangehensweise gefällt mir.
1. Begrenzen Sie Ihre Verluste und lassen
Sie Ihre Gewinne laufen
2. Risiko,in Relation zu einem möglichen Verlust eines Trades,ist viel wichtiger als Risiko,in Relation zur möglichen Volatilität.Beides steht in Beziehung zueinander.
3. Sie müssen die R-multiple Verteilung Ihres Tradingsystems verstehen sowie das erwartete, durchschnittliche R,das produziert wird und die Schwankungen dieser Verteilung (wie volatil ist es?).
4. Sie müssen die Ziele und Kriterien kennen,die Sie erreichen wollen und Sie müssen wissen,wie hoch der maximale Verlust sein darf,den Sie verkraften können.
In meinem Fall ist es so,dass ich plus 10 % pro Monat mit meinen Trades machen will.
5. Um Ihre Ziele zu erreichen,müssen Sie das Konzept der Positionsgröße verstehen und zu Ihrem Vorteil nutzen.
6. Legen Sie sich eine “Hauptposition” in Ihr Depot,die Sie möglicherweise nur wöchentlich oder monatlich anpassen
müssen.
Danach finden Sie spekulative Aktien und nutzen Sie den Hebel dieser Titel um eine hohe Performance zu erzielen.
7. Wenn ich einen großen Tagesverlust hinnehmen musste, dann forsche ich sorgfältig nach was passiert ist und wie ich dies möglicherweise verursacht habe.Oder ob ich Fehler gemacht habe.
8. Führen Sie ein Tradingtagebuch.
9. Ziehen Sie die notwendigen Aufgaben
beim Trading durch.
10. Wenn ich nicht aktiv traden kann,dann schließe ich vorher sicherheitshalber sämtliche spekulative Positionen.
11. Verstehen Sie die Wichtigkeit der möglichen „Belohnung“,die Sie für das Eingehen eines Risikos bekommen,und zwar für jeden Trade bevor Sie diesen starten.Der mögliche Gewinn sollte mindestens dreimal so hoch sein,wie das Geld das Sie riskieren.
12. Achten Sie unbedingt auf die Stops Ihrer Hauptpositionen und beobachten Sie den Markt aktiv nach
spekulativen Tradingmöglichkeiten.
Fazit:
Beachten Sie nochmals:Diese 12 Überzeugungen sind meine persönlichen Ansichten!
Ihre Überzeugungen mögen völlig unterschiedlich sein.
Dennoch erachte ich meine 12 als grundlegend für ein gutes Trading.Und – seien Sie ehrlich zu sich selbst und beginnen Sie darauf zu achten,was Sie wirklich über die Märkte glauben – sie überraschen sich möglicherweise selbst dabei!
Quelle: Traders-Journal.de
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