Die Psychologie der Turtle Trader

14. August 2009


– Wie die weltbesten Trader Risiken meistern
Von Curtis M. Faith

»Die Strategien der Turtle Trader« wurde ein Bestseller.
Jetzt folgt die Fortsetzung dieser spannenden Geschichte.
Curtis M. Faith legt im Rahmen seines Buches
»Die Psychologie der Turtle Trader« die Psyche der Turtles offen.
Endlich werden die Fragen beantwortet, die sich seither viele stellen:
Wie waren die legendären Turtles konditioniert?
Auf welche Signale haben sie geachtet?
Wie wurden sie Herr ihrer Trades?
Zusammen mit seinen früheren Turtle-Kollegen diskutiert
Curtis M. Faith verschiedene Strategien, wie Risiken erkannt
und ausgeschaltet werden. Es enthält eine Fülle an Material,
das Tradern und Investoren hilft, sich selbst aus kognitiver
Befangenheit zu befreien: Angst zu bewältigen,Risiken zu kalkulieren, aus Fehlern zu lernen und sich auf Entscheidungen, nicht Ergebnisse, zukonzentrieren – das ist das Erfolgsgeheimnis.
Die sieben Regeln des Risikomanagements!
Der Autor beschreibt im ersten Teil des Buchs grundlegende Komponenten der
Entscheidungsfindung.
Dabei beleuchtet er genau die Begriffe Risiko und Unsicherheit,die immer Teil des Entscheidungs-Prozesses sind. Faith schildert dies anhand einer wahren Begebenheit aus
seinem Leben. Dabei lernt der Leser, dass jede Entscheidung die man in einem unsicheren Umfeld trifft mit zum Teil beträchtlichen Risiken verbunden ist, und die Konsequenzen entsprechend todernst sein können.
Im Allgemeinen sind Menschen nicht sehrgut darin, solche Entscheidungen zu treffen. Tatsächlich neigen sie dazu, ständig die falschen Entscheidungen zu treffen, wenn sie mit
einer unsicheren Situation konfrontiert sind.
Das wird sich nach der Lektüre dieses Buchs ändern, denn Faith erläutert viele von den Lektionen über Risiken und Unsicherheit, die er als Turtle und später als Unternehmer
gelernt hat. Diese Lektionen lassen sich gleichermaßen auf Entscheidungen im Leben und
bei Geschäften anwenden.
Die Regel von der Unsicherheit Laut Curtis M. Faith sind Unsicherheit und das daraus erwachsende Risiko der Kern des Tradings. Ohne Risiko gäbe es kein Gewinnpotenzial.
Trader nehmen Risiken im Austausch für Gewinnmöglichkeiten auf sich.
Das ist ihre Funktion.
Wer das gut erledigt, verdient Geld. Wer es schlecht macht, verliert Geld. Darum geht es bei
diesem Spiel.
Gute Trader gehen Risiken auf die gleiche Weise an, wie gute Surfer sich den Wellen des
Ozeans nähern, auf denen sie reiten.
Timing und Urteilsvermögen sind entscheidend.
Zunächst muss man sich die richtige Welle aussuchen. Wenn man sich für eine zu große Welle entscheidet, wird man vom Brett geschleudert, weil die Welle zu schnell bricht und einen mit Tonnen von Wasser überschüttet.
Nimmt man eine zu kleine Welle, dann beraubt man sich selbst der Möglichkeit, auf einer großartigen Welle zu reiten.
Zweitens muss man genau wissen,wann man startet.
Ist man zu früh dran, wird man zurückgeworfen, kommt man zu spät,dann fließt die Welle vorbei, ohne einen nach vorn zu bringen.
Für Trader bieten die Märkte die gleichen Möglichkeiten, die Wellen Surfern bieten.
Man sollte nicht jeden möglichen Trade wagen, ebenso wie man nicht jede Welle attackieren
darf. Sichere Zeichen gibt es nicht, aber es gibt Trades, bei denen die Wahrscheinlichkeit zu Ihren Gunsten spricht.Diese Trades sollten Sie durchführen.
Man braucht viel Geschick und spezifische Erfahrung,wenn man genau wissen will, wann die
Wahrscheinlichkeit zu Gunsten des Traders spricht, aber berraschenderweise sind es nicht
diese Fähigkeiten, die die großartigen Trader von den Verlierern und den durchschnittlichen
Tradern unterscheiden.
Was den großartigen vom durchschnittlichen Trader unterscheidet ist, wie gut beide mit
Risiken und Unsicherheit umgehen und wie sie mit dem Problem zurechtkommen,dass sie
nicht wissen, was die Zukunft bringen wird.
Ebenso wie Surfer riskieren müssen, vom Brett zu fallen und von den Wellen überspült zu werden, wenn sie auf den Wellen reiten wollen, müssen Trader dazu in der Lage sein,
Verluste zu riskieren, um mit Trading Geld verdienen zu können.
Ohne Risiko gibt es auch keine Belohnung. Die großen Trader können weitertraden, wenn
andere aufhören, weil sie verstehen, dass es unmöglich ist, die Zukunft vorherzusehen, und
dass Verluste ein Teil des Tradings sind.
Praktische Auswirkungen der sieben Regeln!
Im zweiten Teil geht es um die Anwendung und die konkreten Umsetzung in der täglichen
Tradingpraxis. Faith zeigt einige spezielle Schritte auf, wie man sein Leben den sieben Regeln des Meisterns von Risiken anpassen kann. Wenn man sich die Überschrift des Kapitels ansieht, kann man leicht auf den Gedanken kommen, dass der Autor stets dazu rät, größere Risiken einzugehen.
Das trifft jedoch nur in manchen Fällen zu. Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen Anleger bei weitem zu große Risiken eingehen.
Man denke nur an all die Pleiten und das Scheitern von Hedge-Fonds, die in amerikanische hypothekengesicherte Wertpapiere investiert hatten, die am Ende beinahe wertlos waren.
Lernen Sie die richtigen Lektionen!
Es ist wichtig, aus der Vergangenheit zu lernen, aber wenn man die siebte Regel des Meisterns von Risiken nicht versteht,lernt man vielleicht die falschen Dinge,wenn man Fehler macht.
Die siebte Regel des Meisterns von Risiken besagt, dass man sich auf Entscheidungen statt auf Ergebnisse konzentrieren muss, um das Ergebnisvorurteil zu vermeiden.
Vielen fällt es schwer, Entscheidungen rückblickend zu bewerten, weil man dazu vergessen
muss, zu welchem Ergebnis sie am Ende geführt haben. Man muss versuchen,die Entscheidung zu dem Zeitpunkt, als sie getroffen wurde mental zu rekonstruieren.
Eine gute Entscheidung ist eine, die man unter den gleichen Umständen, bei gleichen Fähigkeiten und Informationen wieder treffen würden.
Wenn man gute Entscheidungen trifft, erwirbt man manchmal
zusätzliche Fähigkeiten und zusätzliches Wissen, die im Rückblick zu einer anderen Entscheidung geführt hätten.
Der Autor meint, dass diese neuen Fähigkeiten und Informationen einem bei zukünftigen Entscheidungen weiterhelfen.
Zudem meint Faith, wenn man eine wirklich schlechte Entscheidung getroffen hat, ist es gut, sie
als solche anzuerkennen. Aus schlechten Ergebnissen kann man manchmal etwas lernen.
Aus wirklich schlechten Entscheidungen jedoch, kann man immer besonders viel lernen!
Haben Sie klare und unmissverständliche Anzeichen von Problemen ignoriert? Haben Sie den Rat einer Person ignoriert, die auf einem bestimmten Gebiet erfahrener war als Sie?
Haben Sie nur eine flüchtige Untersuchung durchgeführt, obwohl eine gründliche erforderlich gewesen wäre?
Wenn Sie nur eine der Fragen mit „Ja“ beantworten,haben Sie etwas daraus gelernt.
Meistertrader!
Gute Trader haben das Ergebnisvorurteil überwunden. Sie wissen, dass man beim Trading mit guten Entscheidungen Geld verlieren und mit schlechten Entscheidungen
Geld verdienen kann.
Beim Trading gibt es ein Element des Zufalls und der Unvorhersagbarkeit, dem man nicht
entkommen kann. Auch die besten Trader der Welt verzeichnen manchmal Verlusttrades.
Und die schlechtesten Trader der Welt haben manchmal profi table Monate oder sogar Jahre. Unter bestimmten Marktbedingungen ist es leicht, Geld zu verdienen.
Fast jeder, der es versucht, kann Geld verdienen.
Das vielleicht beste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist die Internet-Spekulationsblase von 1997 bis 2000.
Wenn man in diesen Jahren Technologieaktien gekauft hatte, dann verdiente man Geld.
So einfach war das.
Quelle: Traders-Journal.de
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