Mentale Fitness

2. Juli 2009


– Die „richtige Einstellung“ als einer der Erfolgsfaktoren beim Trading
von Van K. Tharp, Ph.D
Viele professionelle Mentaltrainer definieren eine „unsichere

Haltung“ (mit der man eine Sache angeht bzw. einen Trade eingeht) als einen Zustand, der beim Trader „Stress“ auslöst.
Dieser Zustand entsteht,wenn zu viele Informationen zu verarbeiten sind, oder wenn man selbst zu geringe Verarbeitungskapazitäten zur Verfügung stellt (mental, emotional, physiologisch etc.). Der Punkt ist, dass wir in solch einem Zustand mit den zur Verfügung stehenden Informationen nicht umgehen
bzw. diese nicht richtig auswerten können – und das löst bei uns Stress aus.
Da die vorhandenen Informationen unsere Verarbeitungskapazitäten übersteigen,können wir nur auf eine begrenzte Anzahl an Daten zurückgreifen, um grundlegende Tradingentscheidungen zu treffen. Sowohl beim Tradingerfolg, als auch bei der Bewertung von Stress, ist daher das Prinzip der „Begrenzten Kapazität“ von entscheidender Bedeutung.
Drei Faktoren sind für den Tradingerfolg ausschlaggebend:
1. Ein positive Einstellung.
2. Die Fähigkeit, auf Grundlagen einer Vielzahl von Informationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.
3. Gutes Money-Management und Disziplin.
Zeigt ein Trader bei einem der drei genannten Punkte auch nur die geringste Schwäche, so reduziert dies die Fähigkeit zur richtigen Informationsverarbeitung.Das mündet wiederum in Stress, schlechte Tradingentscheidungen und endet mit Verlusten. Im Umkehrschluss können genauso entstandene Verluste zu Stress führen,und dies führt in der Folge zu weiteren schlechten Entscheidungen sowie weiteren Verlusten.
Die Einstellung beim Traden Verschiedene psychologische Charakteristika kristallisieren sich durch die Art der Entscheidungsfindung und durch die individuelle Anwendung von Money-Management-Methoden heraus. Zudem hat jeder Trader unterschiedliche Erfahrungen in der
Vergangenheit gemacht. Als Ergebnis dieser Erfahrungen, entwickeln sich auch unterschiedliche
Annahmen über das Trading sowie die Funktionsweise der Börse.
Beispielweise entwickelt eine Person daraufhin sehr negative, restriktive Auffassungen und Regeln während eine andere Person zu genau der gegenteiligen Auffassung gelangen kann.
Die entstehenden Auffassungen oder Haltungen können offen/positiv oder restriktiv/negativ sein.
Eine offene Herangehensweise produziert Wachstum, eine flexible Handlungsweise,Glück und Erfolg. Zudem legen Menschen mit solch einer Einstellung viel Wert auf die persönliche Weiterentwicklung.Ein erfolgreicher Trader beschreibt sich deshalb möglicherweise genau wie folgt:
„Ich genieße mein Leben total. Ich probiere ständig neue Ideen aus, besuche neue Orte, experimentiere mit Veränderungen und habe jede Menge Spaß! Ich bin bei bester Gesundheit, weil ich geeignete Nahrung zu mir nehme, viel Sport treibe und gut schlafe.
Ich bin niemals über die Maßen gestresst, weil ich mich nicht unter Druck gesetzt fühle – sondern nur herausgefordert.“
Eine offene Einstellung ist zwar nicht zwingend erforderlich für den Erfolg eines Traders, hilft aber ungemein,weil sie die Informationsverarbeitung stark verbessert.
Im Gegensatz dazu hat der erfolglose Trader eine beschränkte Sicht auf die Dinge.
Dazu gehören viele nicht hilfreiche Verteidigungsmechanismen,die den eigenen Erfolg
blockieren.
Dazu zählen beispielsweise die Angst vor dem Erfolg oder die Angst zu Versagen.
Jede einzelne negative Überzeugung baut für sich genommen eine Schutzmauer auf und ist gegen jede Veränderung resistent.Beachten sie daher die nachstehenden Aussagen eines erfolglosen Traders, der sich selbst beschreibt,sehr genau: „Ich bin wirklich unglücklich. Jedesmal,wenn ich versuche zu traden, geht etwas schief und der Trade endet mit einem Verlust.
Andere Personen machen es Kleinen Leuten wie mir unmöglich, ein Gewinner zu sein. Das ist vielleicht der Grund, dass ich die ganze Zeit über so deprimiert bin. Die ganze Zeit verliere ich nur Geld. Trading bedeutet für mich purer Stress, möglicherweise weil ich mir die ganze
Zeit über Gedanken mache, was so alles passieren und schief gehen könnte. Ich kommen vielleicht niemals auf die Sonnenseite des Lebens.“
Der erfolglose Trader hat sich selbst von der Welt ausgeschlossen.
Zu ihm dringen zwar noch einige Informationen durch, aber sie sind durch seine restriktiven
Annahmen „negativ eingefärbt“. Dadurch fühlt er sich natürlich schnell gestresst.
Zusammenfassung:
Ich denke, meine Ausführungen sind dennoch eindeutig:
Die eigenen Entscheidungen sind sehr stark geprägt von der inneren Einstellung. Wenn man „offen“ an Dingen herangeht, bieten sich überall lukrative Tradingmöglichkeiten, man muss lediglich über seinen Tellerrand hinausschauen. Wenn man dagegen seine eigene Einstellung begrenzt, werden die Ergebnisse auch immer nur innerhalb der begrenzten Denkmuster zu
Tage treten. Anders ausgedrückt, man findet immer „Beweise“ seiner Denkmuster in der Außenwelt wieder, ob positiv oder negativ.

Quelle: Traders-Journal.de
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